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                                                     Erfahrungen eines Tierarzt-Hundes


Katzenkastration: Herkömmliche vs. minimal-invasive Methode - eine neue Studie

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Wie ich in der letzten Ausgabe der Tierarztzeitschrift „VETimpulse“ gelesen habe, gibt es eine neue Studie der Universität Jaboticabal / Brasilien, die die Aus- und Nebenwirkungen einer herkömmlichen, chirurgischen Kastration weiblicher Katzen mit Kastrationshaken mit denen einer minimalinvasiv durchgeführten Kastration (MIC) verglichen haben:

Landläufig gilt unter besorgten Katzenhaltern (und auch Hündinnenhalter denken häufig so!), dass eine minimalinvasiv durchgeführte Kastration sanfter und mit weniger Schmerzen sowie Nebenwirkungen verbunden sei. Gern wird dafür auch tiefer in die Tasche gegriffen - möchte man doch nur das Beste für sein Tier! Für den Tierhalter sind nach der OP lediglich einige kleine „Löcher“ in der Haut zu sehen, die im Idealfall auch noch gut verschlossen wurden.

Wissenschaftler der Universität Jaboticabal führten nun eine Ovariektomie (Entfernung der Eierstöcke) bei Katzen mittels herkömmlichen Bauchschnitts und Kastrationshakens (unsere Empfehlung) und, vergleichend dazu, mittels minimalinvasiven, endoskopischen Vorgehens durch.

Vor, während und nach der OP wurden Herz- und Atemfrequenz, EndstromCO2, Körpertemperatur, Blutbilder, Entzündungsmarker sowie die Schmerzsymptomatik gemessen.

Aufgrund der Ergebnisse bewerteten die Wissenschaftler den minimalinvasiven Eingriff als deutlich belastender für die Katze als die herkömmliche Methode. Als Begründung gaben sie die deutlich längere Operationsdauer bei der MIC-Methode an. Eventuell könnte auch die Einleitung von CO2 in das Operationsfeld eine Rolle spielen.

Vielleicht habt Ihr schon selber die Erfahrung gemacht, oder fragt doch einmal in Eurem Umfeld nach: Nach minimalinvasiven / endoskopisch durchgeführten OP´s tut einem oft ganz furchtbar der Rücken oder der Schulter-Nackenbereich weh, auch wenn die OP im Bauchraum stattgefunden hat, wie z. B. Gallenblase etc.. Warum? Scheinbar sammelt sich das für die Sichtbarmachung im OP-Bereich eingeführte und benötigte CO2-Gas nach der OP in diesen Zonen und wird dort nur langsam abgebaut. Ein, zwei oder drei Tage post OP tut das dann höllisch weh - genauso kann es auch Eurem Haustier gehen.

Die brasilianischen Chirurgen zogen die herkömmliche, chirurgische Kastration mit Kastrationshaken eindeutig der minimalinvasiven, endoskopischen Methode vor!

Und addiert man einfach mal die Länge der 3 oder mehr „Löcher“ bei der MIC mit dem „Mini“-Hautschnitt bei der herkömmlichen Methode, den wir i.d.R. auch noch nur kleben und nicht nähen, so schneidet diese Methode eindeutig besser ab.

Eure Pebbles
18. März 2019

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